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Die Zukunft des Kaffeehandwerks

Ich bin Matt Perger und schreibe euch aus Melbourne (Australien). Ich bin der Markenbotschafter von Eversys und Gründer von „Barista Hustle“. Jedes Jahr unterstütze ich Millionen Baristas und Kaffee-Enthusiasten dabei besseren Kaffee zu machen. Hier im Eversys-Blog werde ich Artikel schreiben, die der Kaffeeindustrie dabei helfen sollen, das unglaubliche Potenzial der Automatisierung unserer Arbeit zu verstehen und zu würdigen. 

Die Debatte darüber, ob vollautomatische Maschinen Kaffee mit gleicher Qualität wie ein Barista machen können, zieht immer weitere Kreise und wird populärer. Mein Ziel ist es euch durch meine ersten Blog-Beiträge davon zu überzeugen, dass eine vollautomatische Maschine beinahe alles, was ein Barista tut, genauso gut oder besser kann.

Die Einschränkung „beinahe“ im vorhergehenden Satz bezieht sich auf die Ausnahme des Probierens: denn das können Menschen fraglos besser als jede Maschine. Eine Maschine kann dir niemals sagen, ob der Kaffeegeschmack perfekt ist. Aber sie kann deinen Anweisungen zur Zubereitung des perfekten Kaffees folgen.

99 Prozent der traditionell-händisch arbeitenden Baristas bestimmen folgende Punkte, wenn sie einen Espresso zubereiten:     

·       Menge des Mahlgutes oder „Dosis“

·       Ausbreitungsgrad des Mahlgutes und damit Benetzungszeit („shot time“)

·       Wassermenge, die durch das Mahlgut geleitet wird

·       Wassertemperatur

·       Druck beim Tampen

·       Pre-Infusion oder Ziehzeit

·       Mahlen des Kaffees in den Siebträger

·       Größe des Siebträgers

Und bezüglich der Milch-Zubereitung:

·       Menge der Luftzufuhr

·       Geschwindigkeit der Luftzufuhr

·       exakter Zeitpunkt der Luftzufuhr

·       Endtemperatur

Einige Baristas würden nun einwenden, dass sie weitere Parameter der Kaffeezubereitung wie beispielsweise die Tageszeit, die Luftfeuchtigkeit oder Ähnliches beeinflussen können. Aber diese Parameter sind strittige Grenzfälle, mit wenig Relevanz und sogar noch weniger Beweiskraft.

Alle von mir aufgezählten Variablen sind ziemlich objektiv, was bedeutet, dass sie gemessen und, noch wichtiger, kontrolliert werden können. Anhand der nächsten Posts werde ich mich eingehender mit diesen Variablen beschäftigen und aufzeigen, wie man diese mit leicht verständlichen Systemen sowohl messen als auch kontrollieren kann. Einige von ihnen werden sich überschneiden, wie zum Beispiel beim Einfluss der Dosis und dem Einfluss des Ausbreitungsgrades auf die Ziehzeit, aber größtenteils können wir sie voneinander separiert betrachten. Zudem werde ich in aller Kürze erklären, wie die Ingenieure von Eversys jedes einzelne Problem angegangen sind und warum sie diese Vorgehensweise gewählt haben.

Ich freue mich darauf diese Posts mit euch zu teilen! Folgt uns auch auf Twitter und Facebook, um nichts zu verpassen und die neuesten Blog-Beiträge zuerst zu lesen. Solltet ihr auf der SCA in Seattle sein, könnt ihr außerdem bei einem meiner Workshops mitmachen. Anhand der Ventile, Schläuche und Aktoren im Inneren der Cameo Espressomaschine stelle ich euch die oben genannten Kaffee-Variablen detailliert vor. Wir geben bald bekannt, auf welchem Wege ihr euch zu diesen Workshops anmelden könnt – also haltet die Augen offen!

[Translate to Deutsch:] Eversys explores the future of Barista with the raise of super-automation with Matt Perger
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